Neuigkeiten

17.03.2025
Rundschreiben März 2025
Sehr geehrte Damen und Herren,

am Freitag, den 21. März 2025 wird sich im Opernhaus Guiseppe Verdi in Triest der Vorhang zum Musikdrama „Der fliegende Holländer“ heben.

Enrico Calesso, der neue Generalmusikdirektor in Triest, gibt seinen Einstand mit „Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner. Ich bin glücklich und freue mich sehr, dass wir mit einer stattlichen Zahl von Mitgliedern zur Premiere und einem herrlichen Rahmenprogramm nach Triest reisen.

 

FORUMKONZERT X ERZÄHL DOCH MAL – TERMINVERSCHIEBUNG – JETZT: 28. März 2025

Das Forumkonzert X Erzähl doch mal! findet nicht wie angekündigt am Samstag, den 22. März 2025 statt, sondern am Freitag, den 28. März 2025.

Das Onyx Klavierduo, Marie-Thérèse Zahnlecker und Jonas Gleim, zusammen mit unserer Beirätin und Sopranistin Theresa Maria Romes erwarten Sie mit Liedern und vierhändiger Klaviermusik von Antonin Dvorák, Modest Mussorgski und Sergej Prokofieff. Mit einer Auswahl aus den folkloristischen Legenden op. 59 lernen wir zu Beginn des Konzertes eines der unbekannteren Werke Dvořáks kennen. In Modest Mussorgskys Kinderstube zeichnet der Komponist humorvolle Szenen aus dem Alltag eines Kindes, von der fürsorglichen Nanny bis hin zum verträumten Ritt auf dem Steckenpferd. Robert Schumanns Bilder aus Osten op. 66, ein Zyklus von sechs Klavierstücken, wurde von arabischer Dichtkunst inspiriert und handelt von den Abenteuern des Helden Abu Seid. Den krönenden Abschluss des Konzertabends bildet Sergej Prokofieffs Das hässliche Entlein, das berühmte Märchen von Hans Christian Andersen, das von der wundersamen Wandlung des grauen hässlichen Entleins in einen schönen Schwan erzählt. 

Eins ist sicher, nach dem Konzertbesuch werden Sie viel zu erzählen haben!

 

FORUMKONZERT XI SIE LIEBTEN SICH BEIDE – 26. April 2025

Sie hören die beiden Sopranistinnen Katja Woitsch und Stephanie Simon zusammen mit Philipp Dahlem am Klavier. Es werden Duette und Lieder von Clara und Robert Schumann, Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy erklingen. Sie hören u.a. „Wenn ich deine Augen sehe“, „Er, der Herrlichste von allen“, „Du Ring an meinem Finger“.
 

TRISTAN UND ISOLDE   I   MARCUS SCHNEIDER

Das Theater in Meiningen erwartet uns am 12. April 2025 zur Premiere von Tristan und Isolde. In Meinigen durften wir kluge, musikalisch großartige Inszenierungen erleben. Auch bei der Auswahl der Sänger hatte das Theater Meiningen stets ein gutes Händchen. Andreas Schager hat dort im Jahr 2013 einen seiner ersten Tristan gesungen. Ich freue mich auf einen gut besetzen Bus Loge.
 

Wie schön, dass Marcus Schneider am 4. April 2025 um 19 Uhr im Margot Müller Forum unser Gast ist. Und wer ihn schön gehört hat, der weiß, dass sein Vortrag „Wagners Opus Metaphysicum Tristan und Isolde“ an Spannung und Detailkenntnis, gepaart mit Musikbeispielen am Klavier, nicht zu überbieten ist.


 

PARSIFAL   I   RICHARD NOWACZEK

Am 25. Januar 1877 ist der unerschütterliche Entschluß gefasst: „Ich beginne den Parsival und laß nicht eher von ihm, als der fertig ist – worauf ich vor Freude laut lachen muss.“ lesen wir im Tagebuch Richard Wagners.

Ich freue mich sehr, dass Richard Nowaczek am 23. Mai um 19 Uhr und am 24. Mai um 11 Uhr vormittags im Margot Müller Forum die 3 Aufzüge des Bühnenweihfestspiels anhand von Text und Musik erläutert.

Am Karfreitag sehen und erleben wir in Mannheim Hans Schülers Parsifal aus dem Jahr 1957. Reduziert auf das Wesentliche in Wort und Musik. Ein Genuss!

Zu einer weiteren Opernfahrt zu Parsifal geht es am 14. Juni 2025 nach Frankfurt. Am Pult steht Thomas Guggeis, die Inszenierung verantwortet Brigitte Fassbender.

Während der Vorbereitung dieses Rundschreibens sind mir die Worte von Zdenko von Kraft, dem Chronisten des Hauses Wahnfried, zur Uraufführung des Parsifal wieder in die Hände gefallen. Sie sind so berührend und herzergreifend, dass ich sie mit Ihnen zum Ende meines heutigen Rundschreibens teilen möchte.

„Zwei von den sechzehn Aufführungen tragen den Stempel des Außerordentlichen: die erste und die letzte. Die erste bringt das Einmalige, in alle Zukunft nicht zu Wiederholende: den Aufgang einer Schöpfung vor den bestürzten Sinnen einer über sich selbst hinausgehobenen Zuhörerschaft. Es ist nicht an dem, von dem Sturm eines Beifalls zu sprechen, wie er sich bei ähnlichen künstlerischen Taten auf gleiche Weise stets von neuem wiederholt.  Wesentlicher ist der Widerhall bei den Ausübenden. Sänger und Musiker stehen unter einem Bann, als wären sie, Mittler dieser Kunst, doch nur Lehrlinge oder Werkgehilfen, die sich zum ersten Male selbst verstehen. Gurnemanz-Scaria, der glanzvolle Stern der Wiener Hofoper, demütigt seine Stimme und Darstellung zu entsagungsvoller Bescheidung. Die große Materna beugt ihre strahlende Gesangskunst zu einer Kundry von dienender Hingabe. Der junge Winkelmann – er gehört erst seit einem Jahre Wien an – schafft einen reinen Toren weitab aller eitlen Stimmentfaltung. Reichmann-Amfortas erlischt in verzweifelter Leidensklage. Und wenn Karl Hill seinem Klingsor die ganze wilde Dämonie seines schwarzen Organs verleiht, so stellt er den Überschwang seiner Kunst in den Dienst einer einzigen Szene. Keiner ist mehr als der andere, niemand tritt aus dem Werk. Und als der Vorhang über dem Wunder des langsam niederfällt, treten sie zurück, um den Sturm des Beifalls jenem zu überlassen, dem er zumeist gebührt. Zwar Wagner ruft nach ihnen; hat er doch selbst das Zeichen gegeben, um ihnen seinen Dank zu sagen. Allein sie sind schon beim Umkleiden. So erntet er ihn denn für dieses eine Mal allein. Die letzte Garbe seiner Altersreife ist gebunden.“

 Herrlich!

Ihr

Thomas Kestler
Vorsitzender